Top-Betriebe 2026

Nachfolgend finden Sie alle Videos der Top-Betriebe des Automotive Business Award 2026. Wir danken an dieser Stelle unseren Sponsoren für Ihr Engagement!

GESAMTSIEGER KATEGORIE VERTRIEB

Audi Zentrum Flensburg

Rund 7.000 Autos verkauft die im Jahr 2002 gegründete AZF-Gruppe jährlich – und das alleine an ihrem Hauptstandort in der 95.000 Einwohner Stadt Flensburg. Das AZF-Team sprüht nur so von Ideen. Die achtköpfige IT-Entwicklungsabteilung entwickelt fast alle digitalen Projekte in Eigenregie - vom Bewerber-Portal über eine neue Homepage samt Kunden-Portal bis hin zum Intranet. Dazu gesellen sich praktische Tools und Prozesse, die den Arbeitsalltag im Autohaus erleichtern. Die AZF-Gruppe hat mithilfe ihrer internen Marketingagentur nicht nur eine starke Eigenmarke entwickelt, die weit über Flensburg hinaus strahlt, auch die Ausbildung und die Mitarbeiterbindung spielen im Unternehmen eine zentrale strategische Rolle. Die Nase ganz vorne hat AZF zudem in Sachen Nachhaltigkeit: Die Gruppe aus dem hohen Norden ist der erste deutschlandweit erste VW-Partner, der die Go-to-Zero-Retail-Zertifizierung des Wolfsburger Herstellers mit dem höchsten Gold-Standard abgeschlossen hat.

GESAMTSIEGER KATEGORIE DIGITALISIERUNG

Senger Gruppe

Die Senger-Gruppe mit Hauptsitz im Rheine gehört zu den zehn absatzstärksten Autohändlern Deutschlands. Um den Automotive Business Award 2026 bewirbt sich die Autohandelsgruppe mit einem Projekt, das den Omnichannel-Prozess des Unternehmens erfolgreich weiterentwickelt hat. Durch verschiedene Maßnahmen in den Teilprozessen, in Sachen Digitalisierung, beim Leadmanagement, durch KI-Einsatz und nicht zuletzt auch durch eine flankierende Stärkung der Unternehmenskultur konnte Senger deutlich messbare Verbesserungen erreichen. Das Projekt führte unter anderem zu einer massiven Steigerung der Online-Sichtbarkeit des Web-Portals der Gruppe, zu einem größeren Leadvolumen und zu höheren Konversionsraten. Neben ebenfalls gestiegenen Kundenzufriedenheitswerten spiegeln sich die wirksamen Maßnahmen auch den Absatzzahlen wider. 

GESAMTSIEGER KATEGORIE SERVICE

Autohaus Liliensiek

Ein VW-Händler mit nur einem Standort in einer Kleinstadt – ist das nicht ein Auslaufmodell? Doch Daniel Liliensiek aus Dippoldiswalde hatte keine Lust auf ein langsames Rückzugsgefecht, sondern entschied sich für den Angriff – mit dem Fokus auf gewerbliche Kunden.

Schon seit Jahren fokussiert sich der Betrieb deshalb auf Geschäftskunden, die er vor allem in der nahegelegenen Landeshauptstadt Dresden findet. Auf diese Weise hat er eine Größe erreicht, der „der Kirchturm-Markt nicht hergibt“, wie es der Geschäftsführer formuliert. 106 Mitarbeiter beschäftigt das Autohaus Liliensiek mittlerweile, im Jahr 2025 setzte es zusammen 1.200 Neu- und Gebrauchtwagen ab – während der lokale Markt vielleicht 150 neue VWs aufnehmen könnte. Seit einem Jahr hat er sein Gewerbekunden-Geschäft unter der Marke Liliensiek Business Solutions an einem neuen Standort in Dresden konzentriert – pikanterweise in direkter Nachbarschaft zu einem großen VW-eigenen Autohaus. Hier in der Service Factory Dresden finden Fuhrpark-betreiber, was sie brauchen: persönliche Ansprechpartner, schnelle und direkte Kommunikation, kurzfristige Termine, minimale Ausfallzeiten und zuverlässige Abholung und Rückführung der Fahrzeuge.

Mit Liliensiek Business Solutions konnte Daniel Liliensiek nicht nur den Serviceumsatz gegen den Trend erhöhen, sondern auch deutlich mehr Autos verkaufen. Das Geschäft mit den Gewerbekunden läuft so gut, dass der Unternehmer bereits einen Standort für die nächste Service Factory sucht.

TOP-BETRIEBE KATEGORIE VERTRIEB

Autohaus Brunkhorst

Was kommt nach dem Händlervertrag? Das Autohaus Brunkhorst aus Zeven, ehemaliger Vertragshändler für Renault und Dacia, suchte sich ab 2016 alternative Fahrzeugquellen und Prozesse. Geschäftsführer Christian Brunkhorst beschloss in dem Zuge, den Zukaufkanal aufzubauen, den er sich selbst gewünscht hätte. Das war der Start der „RDB-Börse“, einem B2B-Marktplatz. Der Händler konnte sich mit dem Konzept ein unabhängiges Standbein aufbauen – und deutlich wachsen. Als er noch Vertragshändler für Renault und Dacia war, verkaufte Brunkhorst lokal um die 800 Einheiten. 2025 waren es 3.000 – darunter rund 1.900 an Wiederverkäufer. Auf der RDB-Börse können Händler markenübergreifend Fahrzeuge einliefern und zukaufen. Brunkhorst übernimmt die Abwicklung. Über diverse Kooperations-partner bietet das Autohaus darüber hinaus weitere Leistungen, zum Beispiel einen kostengünstigen Verkäuferarbeitsplatz.


Autohaus Dorn

Das Autohaus Dorn in Landshut – ein Familienbetrieb mit Herz, der seit 2005 kontinuierlich wächst. Von sechs auf 85 Mitarbeiter und mit den Marken Kia, Fiat, Fiat Professional und - als Neuzugang - KGM. Jährlich verkauft das Team um Hans Dorn 4.500 Fahrzeuge; 85 Prozent davon bleiben in der Region. 2023 zog das Unternehmen in ein neues Autohaus um: Das Unternehmer-Ehepaar Dorn investierte 10 Millionen Euro, um seine Vorstellungen eines nachhaltigen Autohauses auf 11.000 Quadratmeter Fläche zu verwirklichen. Was das Autohaus zu einem besonderen Kleinod macht, ist die intensive Kundenbindung durch Events mit bis zu 2.000 Besuchern und dem sozialen Engagement. Seit 16 Jahren bringen die „Weihnachtsengerl vom Autohaus Dorn“ kranken Kindern Geschenke ins Krankenhaus. „Unsere Ideen entstehen durch das Leben“, sagt Prokuristin Monika Dorn. Die Philosophie des Autohauses lautet, Kunden zu Freunden zu machen. Mit persönlichem Kontakt, fairen Kalkulationen und Wohlfühlatmosphäre.


Autohaus Hedtke

Das Autohaus Hedtke in Weiterstadt verkauft die Marken Land Rover, Volvo sowie den chinesischen Newcomer Lynk & Co. Um sich für die Zukunft aufzustellen, hat Hedtke mehrere strategische Verkaufsprojekte angestoßen. Dazu zählen die Fokussierung auf das Gewerbekundengeschäft, die Erweiterung des Onlinevertriebs und eine eigene Autovermietung, die nicht nur Ersatzmobilität gewährleistet, sondern auch regelmäßig junge Gebrauchtwagen zur Weitervermarktung liefert. Mit Land Rover Classic und der hauseigenen Tuning-Marke Heico Sportiv bietet das Unternehmen zudem hochwertige, individualisierte Fahrzeuge. Flankiert wird das Ganze von einem strategischen Training für die Verkaufsmannschaft und einem Projekt zur Digitalisierung in der Werkstatt, das die Kundenzufriedenheit nachweislich steigerte. Durch die Kombination dieser Maßnahmen schaffte es der Betrieb, in den vergangenen beiden Jahren den Neuwagenabsatz um jeweils 30 Prozent zu steigern.


Autozentrum Dobler

VW, Audi, Skoda, dazu Service für Cupra und Seat – das Autozentrum Dobler aus Mühlacker ist in der Volkswagenwelt verwurzelt. Und muss sich in der Region mit namhaften Konkurrenten messen. Auch auf dem Arbeitsmarkt. Diesem Wettbewerb stellt sich Dobler-Geschäftsführer Hans Herrmann nicht in erster Linie mit Geld, sondern mit einer werteorientierten Firmen- und Führungskultur. Die derzeit rund 170 Mitarbeiter sollen durch gelebte Grundwerte wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Mut und Vertrauen motiviert werden. Indem sie ihrer Arbeit mit Freude nachgehen, überzeugen sie die Kunden mehr von Dobler-Produkten, als wenn sie auf Biegen und Brechen auf Umsatz aus sind. Umsatz-Boni gibt es nicht – und trotzdem kommt Dobler in seiner Heimatstadt mit 25.000 Einwohnern auf 2.500 verkaufte Fahrzeuge im Jahr und 24.000 Werkstattstunden. Die Grundwerte und Leitlinien, ist Hans Herrmann überzeugt, geben den Mitarbeitern Vertrauen und eine soziale Gemeinschaft, in der alle sich gegenseitig unterstützen und ihre individuellen Stärken ausspielen. Zum Wohle des Unternehmens.


Glinicke

Die Kasseler Mehrmarkenautohausgruppe Glinicke beschäftigt an 34 Standorten rund 2.200 Mitarbeitende aus über 30 Nationen. Die Handelsgruppe versteht sich dabei nicht nur als Arbeitgeber, sondern als Entwicklungsplattform für ihre Mitarbeitenden. Vor rund zehn Jahren hatte Glinicke damit begonnen, systematisch eine Arbeitgebermarke aufzubauen: Das Spektrum reicht von einem ganzheitlichen Ausbildungskonzept 2.0 bis zum Talentpool, einem Entwicklungsprogramm für künftige Führungskräfte. Der Glinicke Campus im beeindruckenden Messinghof dient dabei als zentrale Plattform für fachliche und persönliche Seminare. Flankierend gesellen sich umfangreiche betriebliche Gesundheitsangebote dazu und Führungsleitlinien, die als Leitplanken fungieren. Das Ergebnis: Mitarbeiter, die von sich aus das Unternehmen verlassen, gibt es quasi nicht, dafür trudeln jährlich rund 2.000 Bewerbungen ein.


Heinz Kühne

Die inhabergeführte Kühne-Gruppe mit Hauptsitz in Bad Düben beschäftigt in ihren elf Filialen knapp 400 Mitarbeitende. Sie stehen bei der Mercedes-Benz- VW und Audi-Autohausgruppe besonders im Fokus. Erklärtes Ziel ist es nicht nur, Fachkräfte zu gewinnen, sondern diese auch langjährig ans Unternehmen zu binden. Die Maßnahmen reichen von einem vereinfachten Recruitingverfahren samt einer Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Initiative über ein Belohnungsprinzip für langjährige Betriebszugehörigkeit, bis hin zu familienfreundlichen Benefits. So bezuschusst Kühne den Kinderwagen, schenkt Azubis hochwertige Sneaker und bietet eine stille Firmenbeteiligung ein. Dazu gesellt sich eine Geschäftsführung zum Anfassen:  Mitarbeiter, die ihr 10-jährigen Firmenjubiläum feiern, lädt der Chef zum selbst gekochten Abendessen ein. Die Strategie trägt Früchte: Die Fluktuation liegt deutlich unter dem Branchendurchschnitt, die Recruitingkosten sind spürbar gesunken und im gleichen Zug ist die Kundenzufriedenheit gestiegen.

TOP-BETRIEBE KATEGORIE DIGITALISIERUNG

Autohaus Helmut Metzger

Den eigenen Betrieb wachsen lassen – das gelingt nicht nur großen Gruppen, sondern auch kleineren Händlern. Das Toyota-Autohaus Metzger im baden-württembergischen Widdern zeigt, wie das geht. Heute beschäftigt das Unternehmen 43 Mitarbeiter – vor zehn Jahren war es gerade ein Drittel davon.

Der Schlüssel: Metzger bleibt seinen Prinzipien treu, ist nah an seinen Kunden und räumt Hürden konsequent aus dem Weg – für Kunden wie für Mitarbeiter. Diesen Anspruch trägt das Unternehmen auch in die digitale Welt: mit einer klaren, KI-freundlichen Website, Ratgeber- und Personality-Content in den sozialen Medien, einem unkomplizierten Bewerberprozess und schneller Messenger-Kommunikation. Keine Raketenwissenschaft – aber mit persönlicher Note und hoher Wirkung.

Als Metzger im vergangenen Jahr seinen neuen Standort in Öhringen eröffnete, startete das Unternehmen von null mit einer kleinen Mannschaft – und fand dank seiner Bekanntheit in den sozialen Medien schnell neue Kollegen, die das Team authentisch verstärken. Das macht den Erfolg seiner authentischen Markenstrategie im digitalen Raum klar sichtbar.


Süverkrüp

Wie finden Verkaufsberater und Kunde auf schnellstem Weg das perfekt passende Fahrzeug mit der maßgeschneiderten Finanzierung? Oft ist da viel Rechenarbeit notwendig – oder die besten Alternativen werden erst gar nicht gefunden. Die Süverkrüp-Gruppe hat vor diesem Hintergrund gemeinsam mit Partnern einen Prozess entwickelt, der die notwendigen Elemente integriert. Über einen bankenunabhängigen Finanzierungsrechner können auf Knopfdruck alle möglichen alternativen Optionen und so auch andere passende Fahrzeuge präsentiert werden. Süverkrüp kann somit Angebote unterbreiten, die früher nicht möglich waren. Der Prozess kann im Autohaus, aber auch von zu Hause aus über die Website des Händlers durchgeführt werden. Auf individuellen Landingpages können die Kunden am Ende alles noch einmal in Ruhe nachvollziehen.


Autohaus Unterberger

Das Autohaus Unterberger in Rosenheim überzeugt die Jury mit seiner volldigitalen Datenschutzeinverständniserklärung. Die Herausforderung: Bei 37 Filialen in Österreich und Deutschland mussten bisher alle Einverständnis-erklärungen halbjährlich vor Ort geprüft werden. CRM-Managerin Martina Reber entwickelte die Lösung: Zusammen mit dem Softwaredienstleister Muuuh entstand eine webbasierte Anwendung, die Datenschutzerklärungen digital einholt, zentral ablegt und automatisiert prüft. Die Daten werden direkt in die Dealer-Management-Systeme eingespielt. Bei 30.000 Kundendaten jährlich bedeutet das: drastisch reduzierter Zeitaufwand, keine Papier- und Reisekosten mehr, deutlich weniger Fehler. Die digitalisierten Einverständniserklärungen sind mit individualisierten Kundenprofilen verknüpft und ermöglichen so eine persönliche, gezielte Kundenansprache. Das Ergebnis: mehr Effizienz, Transparenz und eine neue Vertrauensbasis mit den Kunden.


STERNPARTNER

Die Sternpartner-Gruppe ist in den letzten Jahren durch Übernahmen und Merger stark gewachsen. Das brachte viele Betriebe mit unterschiedlichen Prozessen zusammen, die nun durch das Programm „Excellence“ vereinheitlicht und digitalisiert wurden. Dabei hat Sternpartner auf die Hinzuziehung eines externen Beraters verzichtet. Daniel Dressler, Centerleiter Lüneburg, sagt: „Die besten Unternehmensberater sind die eigenen Kunden und die eigenen Mitarbeiter.“ Für das Digitalisierungsprojekt hat Sternpartner seinen Serviceprozess in sieben Schritte unterteilt: Terminvereinbarung, Auftragsvorbereitung, Fahrzeugannahme, Werkstattleistung, Meisterkontrolle, Fakturierung und Fahrzeugrückgabe. Jeder einzelne Schritt wurde durch digitale Tools optimiert und teilweise automatisiert.

Laut Daniel Dressler konnte das Unternehmen dadurch bereits klar messbare Ergebnisse erzielen, beispielsweise Zeitersparnis durch automatisierte Auftragsvorbereitung mittels Robotic Process Automation, kürzere Durchlaufzeiten oder eine um 55 Prozent schnellere Rechnungsbegleichung durch das Angebot moderner digitaler Zahlungsmöglichkeiten.

Mit dem „Excellence“-Programm werden die 27 Standorte der Sternpartner-Gruppe trotz ihrer teilweisen sehr unterschiedlichen Historie zu einem einheitlich agierenden Ganzen, das bestens auf das herausfordernde Servicegeschäft der Zukunft vorbereitet ist.

TOP-BETRIEBE KATEGORIE SERVICE

Autohaus Gruppe Seitz

Die Autohausgruppe Seitz mit Hauptsitz in Kempten bewarb sich zum Auto Business Award 2026 mit einem IT-System, welches automatisch Potenziale bei Fahrzeugen erkennt, die zu einem Werkstatttermin angemeldet werden. Das kann den Neuwagen- oder den Gebrauchtwagenverkauf, aber auch den Ankauf von Gebrauchtwagen betreffen. Zitat aus der Bewerbung: „Diese Potenziale bleiben im klassischen Autohausalltag meist ungenutzt. Die Daten existieren, aber niemand hat Zeit, sie systematisch auszuwerten.“

Eingesetzt an der Schnittstelle zwischen Service und Vertrieb, sind in das IT-System derzeit 18 Standorte der Autohausgruppe mit 95 aktiven Verkäufern eingebunden. Marken: Audi, Cupra, Seat, Skoda, VW und VW Nutzfahrzeuge. Porsche bleibt außen vor. Nach eigenen Angaben ist jeder 17. Werkstatttermin ein qualifizierter Lead, der ohne zusätzlichen Aufwand und ohne Zeitverzögerung beim betreffenden Verkäufer landet.


Autohaus Hermann Klein

Nothilfe für Autofahrer in einer Pannensituation zu bieten, war dem Autohaus Hermann Klein schon immer ein Anliegen. Doch was früher der Chef nebenbei machte, ist heute ein digital durchorganisiertes Geschäftsfeld mit hohem Wachstumspotenzial. Der Partner der Volkswagen-Marken ist als Assistance-Partner des Konzerns gelistet („die silberne Flotte“) und fährt zudem für mehrere Automobilklubs, darunter seit letztem Jahr auch für den ADAC („die gelbe Flotte“). Nicht weniger als 15 Mitarbeiter sind für den Pannendienst tätig, sie nutzen dafür zehn Fahrzeuge.

Für die möglichst effiziente Abwicklung der Fälle haben die Nordhessen mit „Notdienst & Express-Service 2.0“ einen digitalen Prozess entwickelt. Das soll vor allem den Kunden eine schnelle Weiterreise ermöglichen, aber auch dem Autohaus bei der Werkstatplanung helfen und die Kosten senken. Die interne Kommunikation basiert auf MS Teams und bindet alle Arbeitskräfte ein, die mit der Abwicklung des Notfalls befasst sind: Pannendienstfahrer, Serviceassistenz, Serviceberater, Teiledienst und Werkstatt. So geht keine Information verloren, und der Auftrag ist bereits vorbereitet, wenn das Fahrzeug auf den Betriebshof geschleppt wird.

Während andere Markenbetriebe zurückgehende Auslastung und schrumpfende Erlöse im Servicegeschäft beobachten, wachsen die Fuldataler dank dieses Geschäftsfelds: Die Werkstatt wurde um sieben Bühnen erweitert, das Personal um drei Mechatroniker und einen neuen Serviceberater aufgestockt.

Und das gute Gefühl, Menschen die Urlaubsreise oder einen wichtigen Geschäftstermin zu retten, gibt es obendrein.


Beresa

Die Beresa-Gruppe ist regelmäßigen »kfz-betrieb«-Lesern als einer die Vorreiter in Sachen Digitalisierung des Werkstattprozesses bekannt. Doch in den letzten Jahren verhielten sich die Digitalpioniere aus dem Münsterland auffallend ruhig. Waren die Hausaufgaben mit der Umsetzung des papierlosen Werkstattprozesses nun abgearbeitet? Natürlich nicht, schließlich kommt die Digitalisierung nie an ein Ende. Und so war das Unternehmen, oder besser das im Jahr 2015 ausgegründete „digitale Powerhouse“ Auto DM, im Hintergrund weiterhin sehr fleißig.

In den letzten drei Jahren arbeiteten Beresa und Auto DM an einem volldigitalen Prozess für die Terminvereinbarung und Auftragsqualifizierung. „Unser Ziel war es, die Digitalisierung auf das nächste Level zu heben“, erklärte Florian Schliepen, als Geschäftsführer bei Beresa unter anderem zuständig für die Geschäftsentwicklung.

Das Projekt, mit dem sich Beresa nun beworben hat, nennt sich „Digitale Serviceprozesse mit Verkaufsintelligenz“. Konkret ging es darum, vor allem in Spitzenzeiten wie der Räderwechselsaison die schlechte telefonische Erreichbarkeit durch einen KI-unterstützten Voicebot zu verbessern und gleichzeitig Upselling zu betreiben. Das hat funktioniert: Insgesamt gingen seit dem Go-Live rund 6.400 Calls ein, von denen 2.140 in einem Termin resultierten – eine starke Quote von 33 Prozent. Und das Upselling? Das Geschäft brummt, könnte man sagen.


Lindners Boxenstopp

Patrick Lindner hat seine freie Werkstatt in Veitshöchheim konsequent auf Geschäftskunden ausgerichtet – 60 Prozent des Umsatzes kommen von Flottenbetreibern wie dem Roten Kreuz oder der Bundeswehr. Der Schlüssel: verlässliche Abläufe statt Rabatte. Termine gibt es binnen fünf Werktagen, bei Notfällen erfolgt die Diagnose innerhalb von vier Stunden. Geschäftskunden erhalten feste Ansprechpartner und werden über eine eigene Business-Lane bevorzugt angenommen. Ein Vertriebsmitarbeiter ist ausschließlich im Außendienst unterwegs und schließt individuelle Rahmenverträge ab. Das technische Rückgrat: eine selbst entwickelte Software-Plattform mit kostenfreier und vollwertiger Fuhrparkverwaltung. Intern arbeitet das Team dann mit kundenspezifischen Checklisten, die jeden Arbeitsschritt vorgeben. So entstehen standardisierte Prozesse auch bei individuellen Kundenanforderungen.


Szabo

Wir befinden uns im Jahr 2026 nach Christus. Toyota hat in ganz Deutschland einen Marktanteil von rund drei Prozent. In ganz Deutschland? Nein! Ein unbeugsames Autohaus in der Main-Tauber-Region hört nicht auf, der Statistik Widerstand zu leisten. „Der Szabo" – wie Einheimische den Händler in Wertheim nennen – kommt auf 17 bis 29 Prozent Marktanteil. Der Grund: die konsequente Serviceorientierung, die das Familienunternehmen als dauerhaftes Projekt versteht. „Es gibt stets neue Aspekte, Details und Kleinigkeiten, die weiterentwickelt und verbessert werden können“, heißt es in der Bewerbung. Seit 2010 wurde der 30-Mann-Betrieb siebenmal mit dem Toyota Ichiban Award ausgezeichnet – dem europäischen Preis des Herstellers für herausragende Servicequalität. Geschäftsführer Timo Szabo erklärt: „Wir wollten Autos verkaufen, um Servicegeschäft zu haben." Transparente und wertschätzende Kommunikation, ein familiärer Umgang und die Gewissheit, was auf der Rechnung steht, sind bei all dem zentral. Das funktioniert und kommt an: Rund 80 Prozent der Fahrzeugkäufer nutzen auch die Werkstatt, in die Szabo jüngst wieder rund 300.000 Euro investierte.